Von ganz da hinten

 

bis ganz dort vorn …

 

 

reicht der Wellenbrecher, er wirkt fast wie ein Rammbock, der Kraft strotzend in die See sticht. Ein richtiges Bollwerk, das den Wellen trotzig die Stirn bietet, um ihnen die Kraft zu nehmen, bevor sie auf den Strand branden.

Doch bei schönem Wetter und ruhiger See wirken die aufgereihten Pfähle so richtig gut gelaunt – manchmal erscheinen sie mir wie ein Chor und ich werde mich nicht wundern, wenn sie anfangen zu singen … doch nein, keine Döntjes, sondern was Kerniges wie die Shanties, passend wäre da z.B. „Wir lieben die Stürme, die brausenden Wogen, der eiskalten Winde rauhes Gesicht …“

 

 

Und insgeheim haben sie ihren Spaß und kichern wahrscheinlich, wenn sie sich so Schulter an Schulter aufbauen und jedem, der am Strand entlangwandert, sagen: „Du kommst hier nicht durch!“ Da ist es jedes Mal spannend, wie unterschiedlich die sportliche Herausforderung angenommen wird. Klettern oder lieber außen herum gehen? Vielleicht schließen sie ja auch vorher Wetten ab …

 

 

Bolzen an Bolzen, um die Standfestigkeit zu gewährleisten, sie sehen auf den ersten Blick so einheitlich aus. Aber auch so ein Bolzen setzt auf Individualität …

 

 

Der hier mit seinem verschmitzt schiefen Charme – geradeaus kann ja jeder …

 

 

Dieser hier setzt auf modischen Chic und hat sich ein Accessoire von leichtem Flugrost zugelegt, natürlich farblich abgestimmt zum Holz.

 

 

Nur dieser hier … einer tanzt ja immer aus der Reihe – das verrostete Schaf sozusagen. Blickt griesgrämig und gelangweilt in die Gegend, träumt von einem anderen Leben. Er wirkt nicht nur angefressen, sondern der Frust zersetzt ihn langsam. Schade drum …

 

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6 Kommentare - “Von ganz da hinten”

  1. Fred Says:

    Bei dir liebe Ina geht es auch sportlich zu, alleine geradeaus kann jeder, meinst du. Ich denke viele würden dort noch das Auto mit hin nehmen, eben weil auch das nur geradeau schon so schwer fällt.
    Echt klasse wie du dich um die Wellenbrecher gekümmert hast, bei so viel Werbung darst du das nächste mal EINMAL doch geradeaus 😉

    Liebe Grüße, Fred


    • ehrlich?! also bei mir gibt’s höchstens leichte sportliche ambitionen, wenn ich fotografiere, sonst halte ich es eher mit churchill *no sports!“. ja früher, als ich noch jung und schön und die hunde jungspunde waren … da haben wir jeden tag querfeldein agility betrieben. und heute gehen wir auch eher um die wellenbrecher außen herum 😉
      aber du hast recht, dass so manche menschen am liebsten überall mit dem auto hinwollen, das erlebe ich hier auch oft, das kopfschütteln, dass man mit dem auto nicht direkt in die naturschutzgebiete darf … – so weit wird’s bei mir nie kommen 😉
      liebe grüße und ein schönes wochenende!


  2. Eine schöne Geschichte. Der modische gefällt mir am besten. Du kannst die Insel immer so schön darstellen, dass man am liebsten sofort losfahren möchte, um diese herrliche Landschaft zu geniessen.

    liebe Grüsse
    Brigitte die Weserkrabbe


    • lieben dank für das tolle kompliment, liebe brigitte! die natur hier auf der insel ist so vielfältig, dass mein herz davon überläuft … und dass muss ich natürlich erzählen 😉
      liebe grüße an die weser!

  3. Patricia Says:

    Die Pfosten als Chor – eine wunderbare Vorstellung!
    Ich liebe diese Wellenbrecher seit meiner Kindheit, aber ich kenne sie nicht so stabil. In ihrem Schutz kann man vieles finden und sie bereichern jedes Bild, prägen meine liebsten Landschaften. Deine Gedanken dazu sind wundervoll!


    • dieser hier ist noch relativ neu und ich mag die pfähle lieber als die betonbrecher mit den basaltsteinen. diese organischen brecher passen viel besser in die strandlandschaft, sie fügen sich hervorragend ein und erzählen auf ihre weise wie alles andere ihre geschichte(n). 😉
      liebe grüße!


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